Studien

Daran beteiligen sich die "Xarit d`Afrique" zur Zeit aktiv

Aufruf Studie Degenerative Myelopathie

In den USA werden seit einigen Monaten Rhodesian Ridgeback mittels Gentest der University Missouri auf Degenerative Myelopathie getestet. Wie wichtig kann dieser Test für uns sein, wie aussagekräftig sind die positiven Untersuchungen und kann man nicht in Europa ähnliches machen? Dies war unsere Ausgangsproblematik, die zu verschiedenen Gesprächen mit Genetikern sowie Neurologen aus Deutschland und der Schweiz führte.

Erste Ergebnisse

Für die Rasse Rhodesian Ridgeback bietet die Fakultät für Kleintiere der Universität Giessen für 20 Hunde eine kostenlose MRT Untersuchung an.

Gefragt sind hier Hunde bei denen
1. die ersten Symptome einer Degenerativen Myelopathie aufgetreten sind,
2. Hunde aus mehrfach positiv getesteten amerikanischen Blutlinien,
3. Hunde mit einem ausgeprägten Hinterhandzittern.

Für den betroffenen Hund bietet dies einen entscheidenden Vorteil. Bei fraglichen Fällen liefert das MRT als erstes eine sichere Ausschlussdiagnose (Bandscheibenvorfall, Cauda equina, HD, Tumor etc.) Nach einer evtl. diagnostizierten Degenerativen Myelopathie wird eine Blutprobe an die University of Missouri weitergeleitet, um hier die DNA untersuchen zu lassen.

Parallel hierzu warten wir auf erste Ergebnisse der Gentests bei den Hovawart. Schön wäre es, wenn man sich im Rahmen eines Round Table-Gesprächs treffen könnte, natürlich vereins- und länderübergreifend, um die neuesten Informationen auszutauschen bzw. die beteiligten Wissenschaftler zu Wort kommen zu lassen.

Dies könnte dann eine Plattform für weitere Gespräche sein, denn das Tempo mit dem diese Untersuchungen praktikabel werden, ist rasant. Untersuchungen für Epilepsie, Schilddrüse, Megaoesophagus, Taubheit etc. sind schon auf dem Weg. Und eine Anlaufstelle in Europa würde uns allen die Arbeit erleichtern, ganz egal, welches die Konsequenzen für unsere Rasse sein können.

Mit Datum 09.07.2009 erhielten wir nunmehr von Genetikern aus der Schweiz folgenden Aufruf, der es erst möglich macht, die verschiedenen Diagnoseverfahren zu vergleichen, indem er uns einen eigenen DNA-Test nur für RRs in Aussicht stellt:

Was wir brauchen sind: 50 Proben von kranken Hunden

Das sind Hunde, die an degenerativer Myleopathie (DM) erkrankt sind und eine Diagnose haben (Ausschlussdiagnose mittels MRT und Vorstellen bei einem anerkannten Neurologen) oder Hunde mit DM-Verdacht (Nur Auskunft der Besitzer oder Züchter, dass der Hund in der Hinterhand Probleme hat: Schleifen, Schwäche, Einknicken, aber ohne Schmerzen). Wichtig ist, dass zu jeder Probe dazu schrieben wird, was für Symptome der Hund zeigt.

50 Proben von gesunden Hunden:

Damit wir sicher sind, dass die Proben dieser Hunde wirklich von Hunden stammen, die auch nicht im Alter noch eine DM entwickeln, sollten einige dieser Hunde 11 Jahre und älter sein.

Selbstverständlich nehmen wir auch gerne Proben jüngerer gesunder Hunde.

Interessenten können sich unter der Mailadresse rrzeitung@aol.com melden. Wir werden Ihnen umgehend das Formular „Blutproben für Genetische Untersuchungen“ sowie den Anforderungsbogen zukommen lassen. Namen sowohl der Besitzer, die sich hier melden, als auch der Hunde werden zu keiner Zeit veröffentlicht werden.

Mit freundlichen Grüßen

RR Zeitung Redaktion
Sybille Paulsen-Wille
Stefanie Dobner-Herzog
http://www.rrzeitung.de

Informationen

http://www.caninegeneticdiseases.net/DM/DMancmnt.html
http://www.dalmatiner.org/epidalmi/pages/das-gesamtprojekt/ansprache-von-prof.-der.-hannes-lohi.php
http://www.amsel.de/ms/index.php?kategorie=medizin&cnr=32&anr=2485
http://dog-care.suite101.com/article.cfm/new_canine_degenerative_myelopathy_test
https://secure.offa.org/dnateststats.html
http://www.genetics.unibe.ch/content/forschung/hund/index_ger.html
http://www.genetics.unibe.ch/content/e2353/e2909/index_ger.html
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